Was wir bieten

Wie können wir heute über den Holocaust sprechen?

Wie können wir die Auseinandersetzung mit der Geschichte in die Gegenwart übertragen?

Wie können wir Jugendliche emotional berühren und sie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung sensibilisieren, ohne sie zu überwältigen?

Und wie schaffen wir den Transfer zur Universalität der Menschenrechte?


Für viele Jugendliche ist der Unterricht über den Holocaust abgekoppelt von ihrer Lebenswelt, ohne Verbindung zur Gegenwart. Daher haben wir – acht renommierte Berliner Einrichtungen – das Berliner Netzwerk „Geschichte in Bewegung“ gegründet und dieses einmalige und neuartige Angebot konzipiert.
Ab sofort bieten wir gemeinsame Workshop-Reihen für Schulklassen an:

 

Acht dreitägige integrierte Angebote. Jede Sequenz ist einem Schwerpunktthema gewidmet und führt Ihre Schülerinnen und Schüler in mehrere Häuser. Drei Tage – drei Orte – drei Ansätze.

 

Durch die einzigartige Vernetzung so unterschiedlicher Akteure wie zum Beispiel das Anne Frank Zentrum, das Haus der Wannsee-Konferenz und die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus bietet sich die Chance, unterschiedliche Blickwinkel und Perspektiven einzunehmen und ein runderes Gesamtbild zu gewinnen. Die Inhalte sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich. So können Ihre Schülerinnen und Schüler tiefgreifende Einsichten über Verbindungen zwischen Geschichte und Gegenwart gewinnen.

Unser NEUES Angebot

Berlin verfügt über eine Vielzahl hoch qualifizierter Bildungsangebote zu unterschiedlichen Facetten des Nationalsozialismus und Holocaust sowie der historisch-politischen Bildung zu benachbarten Themenfeldern. Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der genannten Träger erfahren wir regelmäßig, dass Lehrer mit einer Klasse nicht nur das Angebot einer Einrichtung wahrnehmen wollen, sondern bereits Besuche in anderen Institutionen stattgefunden haben oder geplant sind.
Die Angebote werden aber meist einzeln gebucht und bauen weder aufeinander auf, noch sind sie inhaltlich abgestimmt. Das ist sehr schade, und es kommt für die Schülerinnen und Schüler, trotz der natürlich vorhandenen Unterschiede, vielfach zu Doppelungen und damit zu der Frage: Warum schon wieder … ?
Dem wirken wir mit unserem integrierten Angebot entgegen! Wir sind überzeugt, dass Jugendliche andere, neue und persönliche Zugänge zur Geschichte entwickeln können, wenn wir die unterschiedlichen Schwerpunkte und Möglichkeiten unserer Lernorte differenziert einsetzen. Durch die verschiedenen Orte, Methoden und Seminarformen ergibt sich ein fundiertes und rundes Gesamtbild.

In unserem Programmangebot „Antisemitismus“ schlagen wir zum Beispiel den Bogen von der Entstehung des modernen Antisemitismus im 19. Jahrhundert über die NS-Zeit bis zu der Frage nach Antisemitismus in Deutschland heute. Das Programm „Bodenfunde, Besen und Bushido“ verbindet forschendes Lernen anhand unterschiedlicher Objekte mit Fragen nach Demokratie und Menschenrechten heute. Das Programmangebot „Vielfalt früher und heute“ erweitert die Perspektive auf das Miteinander von Minderheiten und Mehrheiten damals und heute – und spricht damit Jugendliche mit eigener familiärer Einwanderungsgeschichte in besonderer Weise an.
Wir – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Institutionen – haben ein Jahr lang gemeinsam gearbeitet, um die jeweiligen Konzepte und Arbeitsweisen unserer verschiedenen Häuser im Detail kennen zu lernen und sie möglichst sinnvoll zu kombinieren.
Auf dieser Grundlage haben wir die abgestimmten Angebote formuliert. Dennoch haben die Programme bewusst einen experimentellen Charakter. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen um Veränderungen und gegebenenfalls Verbesserungen vorzunehmen.

Was haben SIE davon – als Lehrerin oder Lehrer?

Die neue Programmform ermöglicht eine außergewöhnliche Vertiefung. Die Angebote richten sich an unterschiedliche Altersgruppen und Schulformen. Wir nehmen Rücksichten auf curriculare Bedürfnisse und bieten zugleich Möglichkeiten, eng an den Interessen der Zielgruppe zu arbeiten. Dabei widmen wir uns Themen, die neben den kognitiven auch wichtige emotionale Ebenen ansprechen.
Durch die Einbeziehung unterschiedlicher Orte und die projektorientierte Arbeit über mehrere Tage hinweg ist ein Nachdenken über Vergangenheit und Gegenwart möglich. Beispielsweise können Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Diskriminierungserfahrungen in der NS-Zeit und heute thematisiert werden, ohne verkürzte Gleichsetzungen und Trivialisierungen historischer Ereignisse vorzunehmen.
Im Rahmen der Kooperation informieren sich die pädagogischen Teams der beteiligten Einrichtungen direkt über das durchgeführte Programm und die Erfahrungen in den Gruppen. Dadurch können wir besser auf Ihre Gruppe abgestimmte Workshops durchführen. Zugleich sind Sie von diesen Koordinierungsfunktionen entlastet und können sich Ihrerseits stärker auf die Wahrnehmung Ihrer Klasse konzentrieren.
Unser Kooperationsangebot richtet sich vorrangig an die Sekundarstufe I und die Orientierungsstufe. Wir arbeiten handlungsorientiert und interaktiv und gehen gern auf Ihre spezielle Schulklasse ein!